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Eröffnung eines Restaurants
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Restaurant finanzieren: Möglichkeiten, Fördermittel und Kapitalquellen im Überblick

Die Finanzierung ist ein zentraler Erfolgsfaktor bei der Gründung oder Übernahme eines Restaurants. Neben klassischen Bankkrediten stehen heute zahlreiche weitere Kapitalquellen zur Verfügung, von Förderprogrammen über Crowdfunding bis hin zu privaten Investoren. Dieser Leitfaden gibt einen strukturierten Überblick über die wichtigsten Finanzierungsoptionen und zeigt, worauf es bei der Planung ankommt.

6 minutes
Aktualisiert am
14/4/2026
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Artikelzusammenfassung:
  • Grundlage jeder erfolgreichen Finanzierung ist ein detaillierter Finanzierungsplan, der Investitionsbedarf, laufende Kosten und Liquiditätsreserven realistisch abbildet.
  • Klassische Finanzierungsformen wie Bankdarlehen und Förderkredite – insbesondere über die KfW – spielen weiterhin eine zentrale Rolle.
  • Alternative Kapitalquellen wie Crowdfunding, Mikrokredite, Leasing oder Business Angels bieten zusätzliche Möglichkeiten zur Finanzierung oder Ergänzung des Eigenkapitals.
  • Auch private Mittel („Love Money“) oder Brauereidarlehen können zur Finanzierung beitragen, erfordern jedoch klare vertragliche Regelungen und sorgfältige Prüfung.
  • In der Praxis werden häufig mehrere Finanzierungsformen kombiniert, um Risiken zu streuen und die Kapitalstruktur optimal aufzustellen.
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Finanzierungsplan für ein Restaurant

Grundlage jeder Finanzierung ist ein belastbarer Finanzierungsplan. Dieser erfasst den gesamten Kapitalbedarf des Projekts. Typische Kostenpositionen sind:

  • Kauf oder Anmietung von Räumlichkeiten
  • Übernahme eines bestehenden Betriebs
  • Umbau- und Renovierungsmaßnahmen
  • Küchenaustattung und Technik
  • Möblierung und Innenausstattung
  • Anfangsbestand an Waren
  • Energie- und Betriebskosten
  • Versicherungen
  • Personalkosten
  • Marketingkosten
  • Gebühren für Genehmigungen und Anmeldungen
  • Notar-, Steuerberater- und weitere Beratungskosten

Auf Basis dieser Aufstellung lässt sich der Gesamtfinanzierungsbedarf ermitteln – einschließlich Liquiditätsreserve für die ersten Monate.

Ein strukturierter Businessplan mit Rentabilitätsvorschau, Kapitalbedarfsplan und Liquiditätsplanung ist in der Regel Voraussetzung für jede externe Finanzierung.

Wenn Sie mehr zur Finanz- und Geschäftsstrategie eines Restaurants erfahren möchten, lesen Sie auch unseren Leitfaden zur Erstellung eines Businessplans für Ihr Restaurant.

Finanzierungsarten in der Gastronomie

Für Restaurantprojekte stehen unterschiedliche Finanzierungsquellen zur Verfügung:

  • Bankdarlehen
  • Förderkredite
  • Crowdfunding
  • Mikrokredite
  • Leasing
  • Business Angels
  • Love Money
  • Brauereidarlehen

Häufig werden mehrere Finanzierungsformen kombiniert.

Das Restaurantprojekt mithilfe eines Bankkredits finanzieren

Das klassische Bankdarlehen ist weiterhin die häufigste Finanzierungsform in der Gastronomie. Voraussetzungen sind in der Regel:

  • Ein tragfähiger Businessplan
  • Eigenkapitalanteil
  • Positive Bonität
  • Ein überzeugendes Gastronomiekonzept

Die Konditionen (Zinsen, Laufzeit, Sicherheiten) hängen unter anderem von Eigenkapitalquote, Erfahrung und Risikobewertung ab.

Förderkredite und öffentliche Programme

Eine wichtige Rolle spielen staatliche Förderprogramme, insbesondere über die KfW. Relevante Programme sind unter anderem:

Die Antragstellung erfolgt im sogenannten Hausbankprinzip: Der Antrag wird über die eigene Bank eingereicht.

Weitere Informationen bieten:

Eine sorgfältige Vorbereitung der Unterlagen erhöht die Erfolgschancen erheblich.

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Ein Restaurant mit Crowdfunding finanzieren

Crowdfunding ermöglicht die Kapitalbeschaffung über Online-Plattformen. Die gängigsten Formen sind das Reward-based Crowdfunding, bei dem Sie Gegenleistungen wie z. B. Gutscheine anbieten, oder eine Rückzahlung des Kredits (Crowdlending). Die Geldgeber können auch Anteilseigner an Ihrem Geschäft werden (Equity Crowdfunding).

Crowdfunding hat den Vorteil, dass es für jeden zugänglich ist und Marketingeffekte erzeugen kann. Andererseits ist diese Kapitalbeschaffung sehr arbeitsintensiv, vor allem was die Kommunikationsarbeit anbelangt. Die erzielten Beträge reichen meist nicht zur vollständigen Finanzierung, können aber Eigenkapital stärken.

Beispiele für Crowdfunding-Plattformen: Kickstarter, Startnext, Companisto, KissKissBankBank, Invesdor und Seedmatch.

Zur Finanzierung eines Restaurants auf Mikrokredite zurückgreifen

Mikrokredite sind Kleindarlehen bis etwa 25.000 €. Sie richten sich insbesondere an Gründer mit eingeschränktem Zugang zu klassischen Bankkrediten. Eine Übersicht vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales finden Sie hier.

Mikrokredite eignen sich meist zur Teilfinanzierung. Sie sind meistens leichter zu erhalten als ein Bankkredit, die Zinssätze sind jedoch in der Regel höher (etwa 5 %, manchmal sogar mehr). Die Rückzahlungsdauer beträgt durchschnittlich 4 Jahre.

Leasing für die Finanzierung in der Gastronomie

Leasing kann insbesondere bei Küchentechnik, Kassensystemen oder Fahrzeugen sinnvoll sein. Das Leasingunternehmen finanziert das Wirtschaftsgut, während monatliche Raten gezahlt werden. Je nach Vertrag kann eine Kaufoption bestehen.

Vorteile: Schonung der Liquidität, planbare Kosten.
Nachteile: Langfristige Bindung, Gesamtkosten können höher ausfallen als bei Direktkauf.

Auf die Finanzierung durch Business Angels zurückgreifen

Eine weitere Möglichkeit sind private Investoren oder sogenannte Business Angels, die im Austausch für Anteile an Ihrem Restaurant einen Beitrag zum Geschäftskapital leisten. Um von Business Angels eine Restaurantfinanzierung zu erhalten, müssen Sie einen soliden Businessplan und eine gründliche Marktstudie vorlegen.

Business Angels sind in der Regel ehemalige Unternehmer, Manager oder sonstige Führungskräfte, die über fundiertes Fachwissen im Bereich der Unternehmensgründung verfügen und wertvolle Ratschläge geben können. Sie beteiligen sich in der Regel mit bis zu 20 % am Kapital, wobei die Beträge durchschnittlich zwischen 10.000 € und 20.000 € pro Jahr liegen. Private Investoren finden Sie beispielsweise beim Bundesverband Deutscher Kapitalgesellschaften e.V. (BAND), bei den Business Angels Berlin-Brandenburg oder auf WellFound.

Über Love Money finanzielle Mittel erhalten

Love Money bezeichnet Kapital aus dem persönlichen Umfeld – etwa von Familie oder Freunden. Diese Mittel können als Darlehen, als stille Beteiligung oder als Eigenkapital eingebracht werden. Oft dient Love Money dazu, die Eigenkapitalquote zu erhöhen und damit die Kreditwürdigkeit gegenüber Banken zu verbessern. Auch hier sollten klare vertragliche Vereinbarungen getroffen werden.

Den Gastronomiebetrieb über ein Brauereidarlehen finanzieren

Das Brauereidarlehen ist in der Gastronomie weit verbreitet. Es besteht darin, von einem Getränkelieferanten ein finanzielles oder materielles Darlehen (Stühle, Tische, Kaffeemaschine...) zu erhalten, mit dem sich dieser an der Finanzierung des Umlaufvermögens Ihres Restaurants beteiligt.

In der Regel geht dieser Brauereikredit mit einem Exklusivvertrag zwischen dem Gastwirt und der Brauerei einher: Sie sind also verpflichtet, nur bei diesem Anbieter einzukaufen und jedes Jahr eine Mindestmenge an Getränken abzunehmen, über einen festgelegten Zeitraum von bis zu fünf Jahren. Dieses Darlehen kann direkt bei der Brauerei oder über ein Kreditinstitut aufgenommen werden.

Vor Vertragsabschluss sollten Abnahmemengen, Preisbindungen und Kündigungsregelungen sorgfältig geprüft werden.

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FAQ

Wie viel Eigenkapital sollte für ein Restaurant vorhanden sein?

Banken erwarten häufig 15–30 % Eigenkapital. Je höher der Eigenanteil, desto besser die Finanzierungskonditionen.

Welche Förderprogramme gibt es für Restaurantgründer?

Insbesondere Programme der KfW (z. B. ERP-Gründerkredit) sowie regionale Förderbanken.

Ist Crowdfunding für Restaurants sinnvoll?

Es eignet sich eher als ergänzende Finanzierung und Marketinginstrument.

Kann ein Restaurant komplett ohne Bankkredit finanziert werden?

In Einzelfällen ja (z. B. durch Investoren oder Eigenkapital), jedoch sind Bank- oder Förderdarlehen in der Praxis sehr verbreitet.

Was ist ein Brauereidarlehen?

Ein Darlehen oder Sachleistungsvertrag mit einer Brauerei, meist verbunden mit einer Abnahmeverpflichtung.

Wie wichtig ist ein Businessplan für die Finanzierung?

Er ist zentrale Voraussetzung für jede externe Kapitalbeschaffung.

Artikel verfasst von:
Eve-Anne

Eve-Anne ist ein echter Foodie - wenn es ein neues, angesagtes Restaurant gibt, ist sie meist schon da gewesen. Als Marketing-Expertin mit großem Faible für Gastronomie schaut sie genau hin, wie digitale Lösungen Gastronomen im Alltag unterstützen können. Sie denkt modern, liebt Trends und weiß was wirklich funktioniert.

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