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Eröffnung eines Restaurants
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Alles über die Mehrwertsteuer in der Gastronomie

Die Mehrwertsteuer in der Gastronomie gehört zu den komplexeren Themen im gastronomischen Alltag. Unterschiedliche Steuersätze, verschiedene Konsumarten und spezielle Regelungen führen schnell zu Unsicherheiten – insbesondere bei der Abrechnung und Buchhaltung. Dieser Leitfaden bietet eine übersichtliche und praxisnahe Zusammenfassung der geltenden Mehrwertsteuersätze im Gaststättengewerbe. Er erklärt, wann 7 % oder 19 % Mehrwertsteuer anzuwenden sind, welche Besonderheiten für Speisen und Getränke gelten und worauf bei der Abrechnung unbedingt zu achten ist.

6 Minuten
Aktualisiert am
1/4/2026
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Daniel Uyumaz
Treibhaus Wiesbaden
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Artikelzusammenfassung:
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Welche Mehrwertsteuersätze gelten in der Gastronomie?

Im Gaststättengewerbe kommen grundsätzlich zwei Mehrwertsteuersätze zur Anwendung:

  • 19 % regulärer Mehrwertsteuersatz
  • 7 % ermäßigter Umsatzsteuersatz

Welcher Steuersatz anzuwenden ist, hängt von mehreren Faktoren ab – insbesondere von der Art des Produkts und der Art des Verzehrs. Unterschieden wird dabei zwischen:

  • Sofortigem Verzehr vor Ort
  • Zeitlich verzögertem Verzehr (To-go / Mitnahme)
  • Grundnahrungsmitteln und anderen Speisen

Wird ein Produkt in einem Behältnis oder einer Verpackung verkauft, die eine sichere Aufbewahrung für den späteren Verzehr ermöglicht, spricht man von zeitlich verzögertem Verzehr. Erfolgt der Verzehr unmittelbar – etwa am Tisch, an der Theke oder im Stehen ohne Verpackung – gilt dies als sofortiger Verzehr vor Ort. Diese Unterscheidung ist entscheidend für den anzuwendenden Mehrwertsteuersatz.

Mehrwertsteuer im Gastronomiegewerbe: Welcher Satz gilt für den Verkauf von Getränken?

Für Getränke gelten im Gaststättengewerbe überwiegend 19% Mehrwertsteuer. Es gibt jedoch einzelne Ausnahmen. 

Anwendbare Mehrwertsteuersätze auf Getränke:

  • 19 % MwSt.
    - alkoholische Getränke
    - alkoholfreie Getränke
    - Kaffee, Tee, Softdrinks

  • 7 % MwSt.
    - Milchmischgetränke, deren Milchanteil höher als der Kaffeegehalt ist (mind. 75 %) 
    - Ein klassischer Filterkaffee mit einem Schuss Milch unterliegt daher weiterhin dem regulären Steuersatz von 19 %.
    - Ein Latte Macchiato mit Kuhmilch kann unter bestimmten Voraussetzungen mit 7 % besteuert werden.

Wichtig:
Milchalternativen wie Hafer-, Soja- oder Reismilch zählen steuerlich nicht zu den Grundnahrungsmitteln. Getränke mit pflanzlichen Milchalternativen werden daher immer mit 19 % MwSt. besteuert – unabhängig vom Mengenverhältnis.

Hintergrund:
Der ermäßigte Mehrwertsteuersatz von 7 % gilt für sogenannte Grundnahrungsmittel. Ziel ist es, grundlegende Lebensmittel für alle Bevölkerungsschichten erschwinglich zu halten. Dazu zählen unter anderem Brot, Milch, Eier, Fleisch, Obst und Gemüse.

Mehrwertsteuer im Gastronomiegewerbe: Welcher Satz gilt für den Verkauf von Lebensmitteln?

Für Speisen und Gerichte gelten unterschiedliche Mehrwertsteuersätze – abhängig von der Art des Verzehrs.

  • 19 % MwSt.
    Für den sofortigen Verzehr vor Ort, z. B. im Restaurant, Café oder Imbissbereich

  • 7 % MwSt.
    Für Speisen, die verpackt zum Mitnehmen verkauft werden und für den späteren Verzehr bestimmt sind

Diese Regelung gilt seit 2014 (nach dem Nachtragshaushalt 2012).

Beispiel:

  • Eis im Becher oder in der Waffel, direkt verzehrt → 19 %
  • Verpacktes Eis zum Mitnehmen → 7 %

Diese Unterschiede sollten unbedingt in Businessplänen, Preisgestaltung und Finanzprognosen berücksichtigt werden.

Quelle: ihk.de

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Welche Betriebe sind von den  Mehrwertsteuersätzen im Gaststättengewerbe betroffen?

Die genannten Mehrwertsteuersätze gelten nicht nur für klassische Restaurants, sondern für alle Formen gastronomischer Betriebe, darunter:

  • Restaurants und Bistros
  • Cafés und Bars
  • Fast-Food-Konzepte
  • Franchise-Betriebe
  • Foodtrucks und mobile Gastronomie

Ebenso betroffen sind Verzehrbereiche innerhalb anderer Einrichtungen, etwa:

  • Bahnhöfe und Flughäfen
  • Museen und Theater
  • Tankstellen
  • Einkaufszentren
  • Hotels
  • Züge und Schiffe
  • Sport- und Freizeitanlagen

Wie berechnet man die anwendbare Mehrwertsteuer?

In der Gastronomie ist es üblich, dass auf einer einzigen Rechnung mehrere Mehrwertsteuersätze ausgewiesen werden.

Beispiel:

  • Latte Macchiato → 7 %
  • Glas Wein → 19 %

In solchen Fällen muss jedes Produkt separat mit dem korrekten Mehrwertsteuersatz erfasst werden. Diese Vorgehensweise wird als Aufschlüsselung der Einnahmen bezeichnet.

Fehlt diese Aufschlüsselung, wird automatisch der höchste enthaltene Mehrwertsteuersatz auf den gesamten Rechnungsbetrag angewendet – was zu unnötig hohen Steuerabgaben führen kann.

Die korrekte Aufschlüsselung Ihrer Einnahmen ist wichtig. Denn wird keine Aufschlüsselung der Mehrwertsteuersätze vorgenommen, wird der höchste Mehrwertsteuersatz auf der Rechnung angewendet (in unserem Fall wäre das der reguläre Mehrwertsteuersatz von 19 % für das alkoholische Getränk).

→ Um die Berechnung der Mehrwertsteuer zu vereinfachen und sicherzustellen, dass für die einzelnen Produkte die richtigen Sätze angewendet werden, ist eine Kassensoftware, die die richtigen Mehrwertsteuersätze automatisch zur Anwendung bringt, unverzichtbar. Nur so ist garantiert, dass die Standards der Steuerbehörden eingehalten werden.

Wie wird die Mehrwertsteuer in der Gastronomie erhoben?

Die Erhebung der Mehrwertsteuer in der Gastronomie ist vergleichsweise einfach: Da gastronomische Leistungen als Dienstleistungen gelten, wird die Mehrwertsteuer direkt beim Bezahlvorgang eingezogen – also sobald der Gast seine Rechnung begleicht.

Wie funktioniert die Umsatzsteueranmeldung für ein Restaurant?

Die abgeführte Mehrwertsteuer muss regelmäßig beim Finanzamt angemeldet werden. In der Praxis übernimmt dies häufig der Steuerberater.

  • In der Regel erfolgt die Umsatzsteueranmeldung monatlich
  • Grundlage sind die Daten aus dem Kassensystem
  • Eine saubere und lückenlose Erfassung aller Umsätze ist dafür entscheidend

Wie erhält man die Vorsteuer auf Restaurantausgaben zurück?

Restaurants können die Vorsteuer auf viele betriebliche Ausgaben geltend machen. Dazu zählen unter anderem:

  • Miete und Nebenkosten
  • Renovierungs- und Umbauarbeiten
  • Möbel und Ausstattung
  • Küchengeräte
  • Waren- und Getränkeinkäufe

Voraussetzung für den Vorsteuerabzug sind eine ordnungsgemäße Buchführung, korrekte Rechnungen und eine strukturierte Verwaltung des Cashflows.

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FAQ

Welche Mehrwertsteuer gilt im Restaurant: 7 % oder 19 %?

Das hängt davon ab, ob Speisen vor Ort verzehrt oder zum Mitnehmen verkauft werden. Vor Ort gilt in der Regel 19 %, bei Mitnahme 7 %.

Gilt der ermäßigte Steuersatz auch für Getränke?

Grundsätzlich nicht. Die meisten Getränke unterliegen 19 % MwSt. Ausnahmen gelten nur für bestimmte Milchmischgetränke.

Was passiert, wenn ich unterschiedliche MwSt.-Sätze nicht getrennt ausweise?

Dann wird der höchste enthaltene Steuersatz auf den gesamten Rechnungsbetrag angewendet.

Müssen Foodtrucks Mehrwertsteuer berechnen?

Ja. Auch mobile Gastronomiebetriebe unterliegen denselben Mehrwertsteuerregeln.

Wie oft muss die Umsatzsteuer gemeldet werden?

In der Regel monatlich, abhängig von der Umsatzhöhe und den Vorgaben des Finanzamts.

Artikel verfasst von:
Paulina

Paulina ist “hands-on” und das merkt man. Durch ihre enge Arbeit mit Restaurants kennt sie die echten Herausforderungen im Alltag der Gastronomie. Sie ist immer nah an den Branchentrends und bringt frische, kreative Perspektiven & Content-Ideen mit, die hängen bleiben. Ihre Leidenschaft für die Restaurantwelt spürt man in allem, was sie macht und genau das macht ihre Stimme besonders wertvoll.

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